Finde deine Stadt – 303 Städte, 12 Kennzahlen
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Finde deine Stadt
303 Städte, bewertet nach 12 Dingen, wegen derer Menschen wirklich umziehen: Sicherheit, Gesundheitsversorgung, der Weg zur Arbeit, saubere Luft, Klima, Kultur, Leben ohne Auto, Universitäten, was ein Gehalt vor Ort kauft, ob eine Wohnung überhaupt erschwinglich ist, was es für Kinder gibt und wohin man von hier aus ohne Umsteigen fliegt. Wie schwer jedes davon wiegt, entscheidest du selbst: 12 Regler, von 0 bis 3. Zusammen ergeben sie für jede Stadt eine einzige Punktzahl, und die wird dann gegen das gehalten, was das Leben dort kostet – so siehst du, welche Städte viel verlangen für das, was sie bieten, und welche mehr zurückgeben, als sie nehmen.
Das ganze Feld: alle 303 Städte
Alle 303 Städte auf einmal. Jeder Punkt ist eine Stadt, und je größer und heller er ist, desto höher steht ihre Punktzahl – und die sagt, wie gut die Stadt bei den 12 Dingen abschneidet, die du weiter unten auf dieser Seite selbst gewichten kannst. Solange du nichts änderst, zählen davon 5, und alle gleich schwer: Sicherheit, Gesundheitsversorgung, ein kurzer Arbeitsweg, saubere Luft und Klima. Die leuchtenden Trauben sind also schlicht die Orte, an denen es um alle 5 gut steht. Den Globus kannst du drehen und so weit heranholen, bis die Namen auftauchen; ein Klick auf einen Punkt öffnet das vollständige Profil dieser Stadt. Oder tipp einen Namen ins Suchfeld, dann dreht sich der Globus von selbst dorthin (die Taste / springt von überall auf der Seite in dieses Feld). Alles unterhalb des Globus engt dieselben 303 Städte auf die ein, nach denen du fragst.
Stadtprofil
Noch keine Stadt ausgewählt. Such oben eine, klick ihren Punkt auf dem Globus an oder tipp weiter unten eine Zeile der Liste an – dann füllt sich dieses Feld mit ihrem Profil: zuerst ihr Platz unter allen 303 Städten, danach für jede der 12 Kennzahlen ein Balken, der zeigt, wie sie allein bei dieser einen abgeschnitten hat.
Sag, was dir wichtig ist
12 Regler, 6 fertige Gewichtungen
Hier sagst du, wie viel dir jedes der 12 Dinge wert ist. Jeder Regler, den du bewegst, bewertet alle 303 Städte auf einmal neu, und der Globus oben wie Diagramm, Liste und Tabelle darunter zeichnen sich in dem Moment neu, in dem du loslässt. Zwei weitere Schalter stehen nicht hier, sondern direkt beim Diagramm: welche Weltregionen drinbleiben und ob die Miete zu den Lebenshaltungskosten zählt.
Fang bei jemand anderem an
Es gibt 6 fertige Reglerstellungen, jede für einen anderen Menschen geschrieben – jemanden, der aus der Ferne arbeitet, eine Familie mit kleinen Kindern und so weiter. Klick die an, die dir am nächsten kommt, dann springen alle 12 Regler auf diese Stellung; von dort aus ziehst du die zurecht, bei denen du anderer Meinung bist. Sobald du einen Regler anfasst, erlischt die Hervorhebung – die Einstellung ist dann ja nicht mehr die dieses Menschen.
Ein Regler je Kennzahl, 12 insgesamt, jeder von 0 bis 3: Eine Kennzahl auf 3 zählt 3-mal so viel wie eine auf 1, und was auf 0 stehen bleibt, ist ganz abgeschaltet und geht gar nicht in die Punktzahl ein. Die Regler sind in 5 Gruppen sortiert – die Grundlagen, Stadtleben, Geld, Familie, Anschluss an die Welt –, und alle 5 sind zu Anfang aufgeklappt; klapp weg, was dich nicht interessiert.
Deine Auswahl: Punktzahl gegen Kosten
Jeder Punkt ist eine der Städte, die nach deinen Filtern übrig geblieben sind. Wie weit rechts er liegt, sagt, was das Leben dort kostet; wie hoch er liegt, ist die Punktzahl, die er auf den von dir gestellten Reglern geholt hat. Die guten Geschäfte sammeln sich deshalb oben links – viele Punkte für wenig Geld –, und oben rechts steht das, wofür du auch bezahlst. Beschriftet ist, was sich beschriften lässt, ohne dass die Namen einander überdecken; für die übrigen genügt ein Zeiger auf dem Punkt oder ein Fingertipp, und die Liste darunter führt alle Städte der Reihe nach auf.
Du hast der Kaufkraft ein Gewicht über 0 gegeben, und sie ist die wackligste Zahl im ganzen Satz – zwei Warnungen gehören dazu. Erstens steckt Geld nun in beiden Achsen zugleich: Eine hohe Kaufkraft schiebt eine Stadt nach oben, und die hohen Preise, die meist mit ihr einhergehen, schieben dieselbe Stadt nach rechts. Der Wohlstand zählt also doppelt, und genau der Effekt, gegen den dieses Diagramm gebaut ist, schleicht sich wieder herein. Zweitens tragen die Gehälter dahinter diejenigen ein, die bei Numbeo gerade ausfüllen, und in Tech-Städten sind das vor allem Tech-Leute: Hyderabad meldet 164,7 und steht damit auf Platz 2 aller 303 Städte, hinter Bern und vor Zürich, während Mumbai bei 63,1 liegt und Delhi bei 66,6. Keine echte Volkswirtschaft spreizt sich innerhalb eines Landes um das 4-Fache. Lies diese Kennzahl als das, was ein Numbeo-Teilnehmer verdient, nicht als das, was die Stadt zahlt.
Alle Städte der Reihe nach
Dieselben Städte wie im Diagramm oben, nur als Rangliste. Keine der beiden Zahlen ist ein Rohwert; beide sind Plätze in einer Reihe aus allen 303 Städten. Punkte nimmt die Kennzahlen, die du eingeschaltet gelassen hast, mittelt sie – jede so oft gezählt, wie ihr Regler es sagt – und übersetzt das Ergebnis zurück in einen Platz in dieser Reihe: 100 gehört der Stadt, die bei deiner Einstellung von den 303 am besten abschneidet, 50 der mittleren, 0 der letzten. Kosten ist derselbe Gedanke, angewandt auf die Lebenshaltung, nur gehört hier die 100 der teuersten Stadt und die 0 der billigsten. Ein Klick auf eine der beiden Überschriften sortiert danach; wer auf eine Zeile zeigt oder sie antippt, bekommt die Stadt Kennzahl für Kennzahl aufgeschlüsselt – und beim Antippen füllt sich zugleich das Profil neben dem Globus.
Wie das funktioniert
Jede Kennzahl wird in einen Rangplatz übersetzt, bevor überhaupt etwas gemittelt wird. Die Rohzahlen gehören nicht auf dieselbe Skala: Museen zählt man in Hunderten, die Sicherheit läuft von 0 bis 100, die Direktziele gehen ebenfalls in die Hunderte – mittelt man das, wie es dasteht, übertönt der größte Zähler alle übrigen. Deshalb wird jede Kennzahl durch den Platz ersetzt, den die Stadt unter diesen 303 Städten allein bei dieser einen Kennzahl einnimmt: 0 für den niedrigsten Wert, 100 für den höchsten. Deine Punktzahl ist dann der Durchschnitt dieser Plätze über die Kennzahlen, die du eingeschaltet gelassen hast, jede so oft gezählt, wie ihr Regler es sagt, und dieser Durchschnitt wird selbst wieder in einen Platz von 0 bis 100 übersetzt – was die Punktwolke über denselben Bereich verteilt hält, ob du nun eine einzige Kennzahl einschaltest oder alle 12. Kennzahlen, bei denen weniger besser ist – Fahrzeit zur Arbeit, Verschmutzung, Jahreseinkommen je Wohnung –, werden vorher umgedreht, damit auf dieser ganzen Seite eine höhere Zahl immer die bessere Stadt bedeutet.
Voreingestellt ist hier nichts außer einem Startpunkt. Die Seite öffnet mit 5 aufgedrehten Reglern und den übrigen 7 auf 0: Sicherheit, Gesundheitsversorgung, ein kurzer Arbeitsweg, saubere Luft und Klima, alle gleich schwer. Numbeos eigener Lebensqualitätsindex verrechnet weitgehend dieselben Dinge, misst ihnen aber ein anderes Gewicht bei. Richtig ist keine der beiden Anordnungen – was von diesen Dingen zählt und wie viel, kann dir niemand abnehmen, und genau dafür sind die Regler da.
Alles, was von der Karte gezählt wird, wird in einem einzigen Kreis gezählt: 10 km um das Stadtzentrum. Der Kreis ist für jede Stadt gleich groß, 314 km², eine schlichte Zahl von Museen oder Straßenbahnhaltestellen ist damit schon eine Zahl je Fläche, und es braucht keine Einwohnerzahl, um Städte vergleichbar zu machen. Die Kehrseite davon: Trabantenstadt und Hauptstadt werden auf demselben Stück Boden gemessen. Bei der Hauptstadt fallen die Außenbezirke aus dem Kreis heraus, während die Kleinstadt auf einem Kreis gemessen wird, der weit über ihren eigenen Rand hinausreicht.
Wo man OpenStreetMap trauen kann und wo nicht. Die Karte wird von Freiwilligen gezeichnet, eine Stadt kann also allein deshalb schlecht versorgt aussehen, weil sich weniger Leute die Mühe gemacht haben, sie zu erfassen. Um das zu prüfen, haben wir 2 Dinge gezählt, die überall etwa gleich dicht vorkommen und die Kartierer immer eintragen: Bushaltestellen und Parks. Über Europa, Nordamerika und Asien hinweg liegen sie weniger als 10 % auseinander – die Karte ist in einem Teil der Welt also nicht dünner als in einem anderen, und die Unterschiede bei allem Übrigen darf man als echte Unterschiede vor Ort lesen. Und die sind groß: Bei Schienenhalten und Fußgängerstraßen liegt zwischen den Regionen das 3- bis 4-Fache. Denselben Test haben 2 weitere Kandidaten nicht bestanden, die flogen raus. Kindergärten: Für Europa kam das 13-Fache von Nordamerika heraus, weil amerikanische Kartierer diesen Tag so gut wie nie setzen. Universitäten aus Wikidata: Für Tallinn kam null heraus. Universitäten werden hier stattdessen aus OpenStreetMap gezählt, und was dabei wirklich gemessen wird, ist die Fläche, die Campusgelände bedecken, nicht die Zahl der Einrichtungen einer Stadt – ein amerikanischer Campus ist eine einzige große Fläche auf der Karte, eine europäische Universität eine Handvoll verstreuter Gebäude. Vergleiche Städte bei dieser Kennzahl also innerhalb einer Region und nicht über Regionen hinweg.
Die Kaufkraft ist die schwächste Zahl auf dieser Seite, und es lohnt sich zu wissen, warum. Numbeo errechnet sie aus Gehältern, die Besucher der Seite selbst eintippen, und wer sich diese Mühe macht, ist alles andere als ein Querschnitt der Stadt: Expats und Büroangestellte sind stark überrepräsentiert, und wo nur wenige Antworten zusammengekommen sind, setzt eine Handvoll Leute die Zahl für eine ganze Stadt. Man sieht es. Hyderabad kommt auf 164,7 und damit auf Platz 2 aller 303 Städte, hinter Bern und vor Zürich, während Mumbai bei 63,1 liegt und Delhi bei 66,6. Ein Abstand um das 4-Fache innerhalb eines Landes ist ein Zufall der Antwortenden, kein Unterschied zwischen Volkswirtschaften. Die Falle, die das aufstellt: Eine Stadt, die gerade deshalb billig ist, weil die Löhne vor Ort niedrig sind, kann doppelt belohnt werden – einmal für die niedrigen Preise und noch einmal für eine Gehaltszahl, die nur einem schmalen Ausschnitt ihrer Erwerbstätigen gehört. Wer diesen Regler auf 3 stellt, wettet auf diesen Ausschnitt. Die übrigen Geldzahlen – der Warenkorb und die Jahreseinkommen, die eine Wohnung kostet – stammen von derselben Menge, aber aus Tausenden einzelner Preisangaben statt aus einem einzigen Gehaltsfeld, und deshalb halten sie besser.
Nur 6 Städte zeigen überhaupt keine Flüge, und das ist kein Loch in den Daten. Die Flugkennzahl zählt, wie viele verschiedene Orte du ohne Umsteigen erreichst, zusammengerechnet über jeden Flughafen im Umkreis von 60 km um die Stadt. Kyjiw, Charkiw, Dnipro, Lwiw, Odesa und Rostow am Don stehen alle auf 0: Diese Flughäfen sind seit dem 24. Februar 2022 für den Zivilverkehr gesperrt und waren es noch, als im August 2026 erhoben wurde. Es ist das Einzige in diesem Diagramm, was ein per Crowdsourcing zusammengetragener Sicherheitswert nicht einfängt – und die einzige Zahl hier mit sichtbarem Verfallsdatum, denn Anfang 2026 hat die Ukraine begonnen, die schrittweise Wiedereröffnung von Lwiw und der beiden Kyjiwer Flughäfen vorzubereiten.
Geschrieben wurde diese Seite auf Englisch, hier steht die Übersetzung. Zahlen und Tags bleiben überall gleich, übersetzt sind nur die Erklärungen. Zum englischen Original.
Woher jede Zahl stammt
Von Numbeo stammen 9 der hier verwendeten Zahlen: 7 der 12 Regler und dazu die beiden Lebenshaltungswerte hinter der Achse von links nach rechts. Alle kommen aus der Ausgabe zur Jahresmitte 2026 – einer auf ein Datum festgeschriebenen Momentaufnahme statt der laufend fortgeschriebenen „aktuellen“ Zahlen, die die Seite von sich aus zeigt; so verrutscht dieses Diagramm nicht heimlich zwischen zwei Besuchen. Fast alles davon haben Besucher von Numbeo über die Stadt eingetippt, in der sie leben – amtliche Statistik ist es nicht. Sicherheit, Gesundheitsversorgung und Verschmutzung sind Meinungsumfragen: Jede Antwort wird von −2 bis +2 bewertet, dann wird der Durchschnitt auf eine Skala von 0–100 gedehnt. Der Arbeitsweg ist eine schlicht gemeldete Zahl, in Minuten. Hinter Lebenshaltung, Kaufkraft und Wohnungspreis stehen Tausende einzelner Preis- und Gehaltsangaben. Allein das Klima wird aus gemessenem Wetter berechnet und nicht aus irgendjemandes Meinung.
- Sicherheit
- 15 Fragen an Besucher der Seite über die Stadt, in der sie leben: wie sicher sie sich fühlen, wenn sie allein unterwegs sind, bei Tag und bei Nacht, und wie sehr sie sich vor Überfall, Autodiebstahl, Körperverletzung, Beleidigung, Eigentumsdelikten, Korruption und Bestechung sorgen. Jede Antwort wird bewertet, die 15 werden gemittelt, und der Durchschnitt wird auf eine Skala von 0 bis 100 gedehnt. Es ist Numbeos Kriminalitätsindex, genau umgedreht – eine hohe Zahl heißt hier also: sichere Stadt.
- Gesundheitsversorgung
- Besucher der Seite bewerten die Gesundheitsversorgung, die sie tatsächlich bekommen, nach 7 Punkten: wie kompetent die Ärzte sind, wie schnell man drankommt, wie modern die Ausstattung ist, wie treffsicher die Diagnose, wie freundlich das Personal, wie lang die Wartezeit und wie hoch die Kosten. Die Kosten zählen doppelt – so viel wie 2 der übrigen 6 Punkte.
- Kurzer Arbeitsweg
- Keine Meinung, sondern eine gemeldete Zahl: Besucher tragen ein, wie viele Minuten ihr eigener Weg zur Arbeit dauert, für eine Richtung, und womit sie fahren. Numbeos Index steigt, je länger und quälender der Weg ist; diese Seite dreht ihn um – eine hohe Zahl heißt hier also, dass der gemeldete Weg ein kurzer ist.
- Saubere Luft
- Numbeos Umfrage zur Verschmutzung: Anwohner bewerten die Luft und das Trinkwasser, wie gut der Müll entsorgt wird und wie sauber die Straßen sind, Lärm und nächtliches Licht und wie viel Grünfläche es gibt. Die Luftqualität beherrscht das Ergebnis: Sie trägt ein Gewicht von 7 von den 14,5, die alle Teile zusammen ergeben, also ungefähr die Hälfte. Hier umgedreht, damit eine hohe Zahl sauber bedeutet.
- Klima
- Die einzige Größe, die auf Messungen beruht statt auf Meinungen. Sie wird aus Temperatur, Taupunkt und Humidex berechnet – einer Komfortzahl, die Hitze und Feuchte zusammenfasst und sagt, wie heiß sich die Luft tatsächlich anfühlt –, mit Abzügen für Hitze über 31 °C, für Kälte unter 8 °C und für Feuchte, die hoch genug ist, um unangenehm zu werden. Eine milde Stadt mit wenigen Extremen kommt hoch heraus.
- Kaufkraft
- Das durchschnittliche Nettogehalt der Stadt, geteilt durch das örtliche Preisniveau, wobei New York fest auf 100 steht. Ein Wert von 120 heißt: Ein Gehalt vor Ort kauft dort 20 % mehr, als ein New Yorker Gehalt in New York kauft. Die Gehälter tippen Besucher der Seite selbst ein; wo unter den Antwortenden Expats und Tech-Leute überwiegen, fällt der Index deshalb viel zu hoch aus – Hyderabad mit 164,7 gegen Mumbai mit 63,1 ist der deutlichste Fall. Nimm das als die lockerste der 9 Numbeo-Zahlen.
- Bezahlbares Wohneigentum
- Der Preis einer mittleren Wohnung, geteilt durch das Jahreseinkommen eines mittleren Haushalts – also: wie viele volle Jahreseinkommen einer Familie eine Wohnung kostet, wenn sie für nichts anderes einen Cent ausgäbe. Mittel heißt hier Median: Die Hälfte liegt darüber, die Hälfte darunter. Eine niedrige Zahl ist das gute Ergebnis, deshalb dreht diese Seite sie um – höher heißt hier, dass eine Wohnung eher in Reichweite ist.
- Kosten (die waagerechte Achse)
- Ein Warenkorb aus Lebensmitteln, Restaurantbesuchen, Verkehr und Nebenkosten, von Besuchern der Seite bepreist, wobei New York fest auf 100 steht: Eine Stadt bei 41 kostet für denselben Korb 41 % der New Yorker Preise. Die Variante mit Miete legt die Monatsmiete einer Wohnung in diesen Korb, und das ist das Einzige, was der Schalter über dem Diagramm verändert.
Von OpenStreetMap stammen 4 der 12 Regler, alle in derselben Scheibe von 10 km gezählt. Jeder ist eine Abfrage, die die Karte fragt, wie viele Objekte eine bestimmte Beschriftung tragen – ein Overpass-out count über Nodes, Ways und Relations, ausgeführt im August 2026. Overpass ist der öffentliche Dienst, über den sich OpenStreetMap abfragen lässt, und eine Beschriftung, ein Tag, ist das, was Kartierer an ein Objekt hängen, um zu sagen, was es ist. Hier stehen die genauen Tags, damit jeder die Zählung wiederholen oder die Auswahl bestreiten kann:
- Kultur & Nachtleben
tourism=museum,tourism=gallery,amenity=theatre,amenity=arts_centreundamenity=cinemafür die Kultur, dazuamenity=bar,amenity=pubundamenity=nightclubfürs Nachtleben. Beide Gruppen werden zu einer einzigen Zahl addiert; eine Stadt kann hier also allein über ihre Museen, allein über ihre Bars oder über beides weit oben landen.- Leben ohne Auto
railway=station,railway=haltundrailway=tram_stopfür die Orte, an denen man in einen Zug oder eine Straßenbahn steigen kann, dazu Straßen mit dem Taghighway=pedestrian, also Straßen ohne Autos. U-Bahn-Eingänge bleiben mit Absicht draußen: Jede einzelne Treppe hinunter zur Station ist auf der Karte ein eigener Punkt, mitgezählt bekäme jede Stadt mit U-Bahn ein paar hundert Haltestellen geschenkt. Bushaltestellen werden zwar miterhoben, aber nur als Kontrolle der Karte selbst – fast jede Stadt ist voll davon, sie unterscheiden Städte also kaum. Es ist die einzige Kennzahl, deren Definition sich beim Neuaufbau der Daten geändert hat; ihre Zahlen weichen von der ersten Fassung dieses Diagramms deshalb stärker ab, als gewöhnliche Kartendrift erklären könnte – Kuala Lumpur sprang von 10 Haltestellen auf 118.- Infrastruktur für Kinder
leisure=playground,leisure=park,amenity=schoolundamenity=library, zusammengezählt. Eine Warnung gehört dazu: Spielplätze sind in Russland und Europa weit gründlicher in die Karte eingetragen als in Asien oder Lateinamerika, und nichts in den Daten sagt uns, wie viel von dieser Lücke ein echter Unterschied im Gebauten ist und wie viel bloß ein Unterschied in den Kartiergewohnheiten. Vergleiche Städte hier innerhalb einer Region, nicht über Regionen hinweg.- Universitäten vor Ort
amenity=universityplusamenity=college, zusammengezählt. Dazu 2 Warnungen. Gemessen wird eher, wie viel Boden Campusgelände bedecken, als wie viele Einrichtungen es gibt: Ein amerikanischer Campus ist eine einzige große Fläche auf der Karte, eine europäische Universität eine Handvoll verstreuter Gebäude. Undcollegeheißt von Land zu Land etwas anderes – in Frankreich ist es das collège, die Schule der 11- bis 15-Jährigen, weshalb Paris hier 407 davon gegen 149 Universitäten stellt. Französische Städte fallen bei dieser Kennzahl zu gut aus.
Direktziele – OurAirports und Wikipedia. Jeder Flughafen mit planmäßigem Passagierverkehr im Umkreis von 60 km um das Stadtzentrum stammt aus OurAirports, seine Zieltabelle wird von Wikipedia abgelesen, und die Ziele all dieser Flughäfen werden zusammengeführt, damit bei einer Stadt mit zwei Flughäfen derselbe Ort nicht zweimal gezählt wird. Die Grenze von 60 km ist dafür da, dass eine Trabantenstadt nicht das Drehkreuz der nahen Hauptstadt für sich reklamiert. Nur 6 Städte zählen 0 – Kyjiw, Charkiw, Dnipro, Lwiw, Odesa und Rostow am Don. Alle 6 sind seit dem 24. Februar 2022 für den Zivilverkehr gesperrt: Der ukrainische Luftraum ist zu, und Russlands Platow bei Rostow am Don hat ebenfalls nicht wieder geöffnet. Anfang 2026 hat die Ukraine begonnen, die schrittweise Wiedereröffnung von Lwiw und der beiden Kyjiwer Flughäfen vorzubereiten, doch bis zu dieser Momentaufnahme war kein einziger Zivilflug gestartet.
Jede Zahl hier wurde am 26. August 2026 neu aus ihrer Quelle aufgebaut und danach geprüft. Alle 2 727 Numbeo-Werte – 9 Kennzahlen für 303 Städte – wurden Zeile für Zeile mit den veröffentlichten Tabellen zur Jahresmitte verglichen, und jeder einzelne stimmte. Als zweite, unabhängige Probe haben wir Numbeos eigenen Lebensqualitätsindex aus unseren 8 Feldern nachgerechnet: Für alle 303 Städte blieb er innerhalb von 0,14 Punkten am veröffentlichten Wert. Diese Probe ist mehr wert, als sie aussieht – sie kann nur aufgehen, wenn jeder Wert an der richtigen Stadt hängt, und schließt damit auch aus, dass eine ganze Zeile auf den Namen einer anderen Stadt gerutscht ist.
Die OpenStreetMap-Schicht ließ sich gegen keine veröffentlichte Tabelle prüfen, weil es eine solche Tabelle nicht gibt – also haben wir sie schlicht noch einmal von Grund auf erhoben, alle 303 Städte, mit den Tags von oben. Universitäten und Colleges kamen für 298 der 303 Städte identisch zurück, das Nachtleben für 242, die Fußgängerstraßen für 285; Parks, Spielplätze, Schulen und Bibliotheken verschoben sich um rund 1 % – die gewöhnliche Drift einer Karte, an der täglich weitergearbeitet wird. Bei 2 Städten kam fast nichts zurück, und das verriet einen echten Fehler: Für Cebu und Danzig hatte der Geocoder die Mitte der umgebenden Verwaltungsregion statt des Stadtzentrums geliefert, der Kreis von 10 km lag also an der völlig falschen Stelle. Beide wurden von Hand korrigiert und noch einmal erhoben.
Auch die Flüge wurden für alle 303 Städte neu erhoben, und dieser Durchgang brachte 3 eigene Fehler ans Licht: Flughafenseiten, deren Titel Akzentbuchstaben enthalten, schlugen fehl, ohne es zu sagen; ein Flughafen in der OurAirports-Datenbank verweist auf ein LinkedIn-Profil, wo seine Wikipedia-Seite stehen sollte; und ein leeres Ergebnis wanderte in den Zwischenspeicher, bevor die Ersatzsuche überhaupt laufen konnte. Prag, Atlanta, Krakau, Minneapolis, Dhaka und Caracas standen deshalb alle auf 0. Der korrigierte Durchgang verschiebt eine typische Stadt um etwa 4 %, räumt aber handfeste Fehler weg: Charlotte war mit 15 Direktzielen geführt und hat in Wirklichkeit 200. Nur noch 6 Städte stehen auf 0 – Kyjiw, Charkiw, Dnipro, Lwiw, Odesa und Rostow am Don –, und das ist kein Fehler: Diese Flughäfen sind seit Februar 2022 für den Zivilverkehr gesperrt.